AABER // Pressemitteilung

München, 04. April – Die Münchner Innenstadt wurde heute morgen von Künstlern der Gruppe „AABER“ eingenommen. Die Künstlervereinigung sperrte unnütze Bereiche auf dem Marienplatz, Viktualienmarkt und dem Odeonsplatz ab und versah die Orte mit ihren Nachrichten.

Um etwa fünf Uhr morgens versammelte sich eine Gruppe junger Künstler am Marienplatz um gegen die Eingrenzung des Raums für junge Kunst zu protestieren. Mit insgesamt 15 Schildern und einer Flut an Absperrbändern deklarierten sie öffentlichen Raum zum Ort der Kunst. Mit Nachrichten wie „Mutter Kunst regiert“ (Gärtnerplatz), „Kunstraum“ (Marienplatz), „Kunst ist Umbruch ist Revolution“ (Feldherrnhalle), bezogen sie Position.

Im bewusst minimalistischem Ziel griff AABER in unseren Raum ein, um ihn für sich zu beanspruchen. Mit den steigenden Mieten und immer höheren Lebenskosten wird es für junge Künstler in München nahezu unmöglich Atelierflächen zu unterhalten. Viele Flächen werden zusätzlich nur unter der Hand gehandelt. Künstlerviertel wie das Gärtnerplatzviertel haben sich innerhalb weniger Jahre in die teuersten Gegenden der Stadt verwandelt. Viele Investoren beginnen jetzt bereits das Westend ähnlich umzustrukturieren. Mit dem Abverkauf der DB-Flächen vor einigen Jahren wurde genau dieser Prozess angestoßen.

Die AABER Gruppe hat sich zusammengefunden um junger Kunst in München eine Plattform zu geben. Bis zum März des Jahres konnte sich jeder für die Teilnahme am AABER AWARD bewerben. Mittlerweile wurden ca. 25 Künstler für eine Ausstellung ausgewählt. Am Tag der Vernissage können alle Gäste eine Stimme für ihren favorisierten Künstler abgeben. Den ersten Platz erwartet ein Preisgeld in Höhe von 1000 EUR, den zweiten 500 EUR. AABER ist bemüht so auch jungen Künstlern eine Chance zu geben Fuß zu fassen.

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