Marlon Fink+Jovana Reisinger- nominiert für AABER AWARD 2013

Es geht um die formale und inhaltliche Symbiose zweier ähnlicher Menschen,

ähnlicher Bereiche und der Suche nach dem zweiten Wald im Wald – nach dem tatsächlichen Kern.

1. Baucontainer

Der Boden des Containers ist komplett mit Gras ausgelegt, von der Decke hängt Geäst, Laub und Blattwerk.

Die Seitenwände werden von zwei Beamern mit Videos aus einem fahrenden Zug im Loop bespielt. Am Raumende wird eine Aufnahme von einem Wald projiziert, die ein langsames Schweifen des Blickes über einen Wald hin zu einer Lichtung darstellt. Der Container soll also zu einer wirklichen Darstellung der projizierten Videos fortgesetzt werden. In mitten des Raumes befinden sich mehrere Baumstümpfe als Sitzmöglichkeiten auf dem Rasen.

Während der Projektion dieser visuellen Arbeiten ertönt Jovana Reisingers, d.h. der von der Autorin vorgetragene, Text in eine Geräuschcollage von Marlon T.L. Fink eingebettet. In der Aufnahme sind all die Motive beinhaltet, die auch visuell verarbeitet wurden. Die Verbindung von auditiven und visuellen Erfahrungen, mit realen, diese unterstreichenden Elementen.

2. Live Performance

Die Performance beginnt mit einem 10-minütigen musikalischen Prolog von Marlon T.L. Fink, um die Zuhörer- und Zuseherinnen in eine Art Trance, d.h. die richtige Stimmung, zu versetzen. Während Marlon T.L. Fink weiterhin Musik spielt, liest Jovana Reisinger einen weiteren Text vor, beides passiert hier live. Gewisse Themen, Situationen und Fragen des Baucontainertexts werden hier aufgegriffen, um einen Wiedererkennungswert möglich zu machen. Beide Arbeiten harmonieren und stehen in einer engen Verbindung zu- und miteinander, sie können jedoch gleichzeitig vollkommen separat voneinander wahrgenommen und betrachtet werden.

In Bezug auf die klanglich-räumliche Gestaltung gäbe es folgendes zu sagen: Die auf textlicher Ebene erörterten Szenen, Themen und Fragen sollen durch und mit Hilfe von Sound-Collagen, die ebenjene begleiten und untermalen, illustriert werden, d.h. den Text für die Zuhörerschaft auf auditiver Ebene zusätzlich zum Gelesenen erfahrbar machen. Musikalisch wird Sample-basiert, also mit einer Vielzahl von Field Recordings, die sich ebenfalls mit dem Thema „Die Suche nach dem zweiten Wald im Wald“ auseinandersetzen, gearbeitet.

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