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Thema — Freiraum

Das Paradoxe am Raum ist doch, dass er immer in seiner Vollständigkeit vorhanden ist, er aber bis zu den Grenzen unserer Vorstellungskraft bereits verteilt wurde. Besitzansprüche ordnen das Verhältnis zwischen Raumnutzung und Zugang zu Raum. Zwar mögen Krieg oder Naturkatastrophen Raum an neue Besitzer übertragen, aber prinzipiell bleibt Raum ein virtuelles, durch den Menschen definiertes Gut. Vielleicht ist Raum also ein Ort oder eine Fläche die nur durch unsere Wahrnehmung, sprich Realität, erschaffen werden kann. Eine Realität die sich für den Menschen auch erst dann bewahrheitet, wenn man sie mit anderen teilt. Im krassen Kontrast zu diesem besitzorientierten Verständnis von Raum steht der Nomade. Er empfindet Raum nicht nur als festen, materiellen Körper aus Luft oder Erde, sondern sieht sich vielmehr als Teil des Raums, Teil des Ganzen.

Was würde also geschehen, wenn wir einen Raum neu verteilen?

In diesem Jahr werden wir ein Außenareal von 7.000 Quadratmetern unter dem Thema „Freiraum“ an die Kunst verteilen — und damit an euch. Dieser riesige Freiraum in zentraler, Münchner Lage soll euch dazu dienen euren Kunstwerken Raum zu geben. AABER entwickelt zudem, in Zusammenarbeit mit einigen Architekten, eine Anordnung von mobilen Bauten, die für wetterempfindliche Werke genutzt werden kann. Auch die Bauten stehen dabei im Diskurs. Wir errichten ein Zirkuszelt, mehrere Pavillons und ein Karussell und setzten sie in den Kontrast zu industriellen Frachtcontainern.

Ihr könnt solche limitierten Flächen als einzelne künstlerische Position beanspruchen oder euch bevorzugter Weise mit anderen Künstlern zusammenschließen, um ein interdisziplinäres Konzept zu entwickeln. So eine Kollaboration möglichst unterschiedlicher Positionen schafft das Potential Neues zu kreieren. Auch könnt ihr euch eigene Räume schaffen, indem ihr etwa eigene, mobile Bauten errichtet. Wir möchten euch an dieser Stelle dazu einladen an diesem kreativen Prozess teilzunehmen. Denn der Aufbau der Arbeiten kann und soll über mehrere Tage hinweg entstehen. Damit stehen das eigentliche Schaffen von Raum und die experimentelle Auseinandersetzung zwischen den einzelnen, künstlerischen Positionen im Fokus.

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Preise + About

Wie im letzten Jahr bleibt der AABER AWARD ein Publikumspreis. Der Künstler mit den meisten Stimmen wird mit 1000 € Preisgeld und dem Award ausgezeichnet. Der zweite Preis ist mit 750€ dotiert. Der dritte Preis erhält 500€. Zudem werden einige renommierte Stiftungen bzw. Sammlungen Förderpreise aussprechen.

Der Traum vom Raum in München.

Traditionell beschäftigt sich AABER mit dem immer schwerwiegender werdenden Platzmangel für junge Künstler und Kreative. AABER engagiert sich dahingehend seit 2011 für nicht kommerzielle Ausstellungs- und Kulturprojekte junger Künstler und Kreativer in München. Bisher konnten wir zum einen der AABER ARTSPACE als dauerhafte Ausstellungs- und Eventfläche für junge Kunst realisieren, und zum anderen haben wir den AABER AWARD als gesonderter Kulturpreis für junge Künstler ins Leben gerufen. Wir verstehen uns daher als Plattform.

→ Gewinner der AABER AWARD 2012 — Thema „Raumkonzept“ in einer alten Polizeiwache

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Dates + Bewerbung

Die Bewerbungsfrist läuft vom 5. Mai 2013 bis zum 2. Juni 2013 24:00 Uhr. Am 5. Juni 2013 werden die Teilnehmer bekannt gegeben. Der AABER AWARD 2013 findet vom 4. bis 7. Juli 2013 statt. Der Aufbau beginnt der Arbeiten beginnt am 30. Juni und endet am 3. Juli 2013. Es müssen nicht alle Tage für den Aufbau verwendet werden. Ihr könnt euch mit jeder Art von kreativen Konzept bewerben. Das schließt die bildenden sowie die darstellenden Künste, als auch jede andere Form des kreativen Ausdrucks ein. Besonderes Augenmerk legen wir auf Konzepte für den Außenbereich. Wir werden aber, wie oben beschrieben, auch Räume zur Verfügung stellen. Außerdem könnt ihr eigene, mobile Bauten aufbauen (bitte im Konzept beschreiben). Bei Fragen könnt ihr euch an aaberaward2013@aaber.de wenden.

Euer Team AABER

 

Die Bewerbungsphase ist seit dem 2. Juni 2013, 24 Uhr abgeschlossen. Wir bedanken uns bei euch für die zahlreichen Einsendungen! Mehr Infos über die ausstellenden Künstler gibt es bald.